

Während es in Südeuropa brennt und die Temperaturen lebensgefährliche Höhen erreichen, zieht es immer mehr Deutsche auf der Suche nach dem perfekten Ferienziel in den Norden. Die Buchungen an der Nord- und Ostsee erreichten im Laufe des Jahres nie zuvor gesehene Höhepunkte und der Autobahnverkehr in Richtung Norden in den Sommermonaten hat beträchtlich zugenommen. Jetzt müssen sich Reisende, die einen Nordseeurlaub in einem der deutschen Nachbarländer gebucht haben, auf eine äußerst schwierige Fahrt nach Hause einstellen. Aus den Niederlanden kommt nämlich jetzt die Nachricht, dass die wichtigste Autobahn, die holländische A1, in Kürze in beide Richtungen völlig gesperrt wird.
Gefährlicher Asphalt und defekte Tunnelventilatoren
Laut Warnungen der niederländischen Verkehrssicherheitsbehörde Rijkswaterstaat ist diese Zufahrtsstraße zu beliebten Nordseebädern in einer besonders schlimmen Verfassung und kann nicht mehr als sicher für Autofahrer angesehen werden. Der Asphalt benötigt nach der Hitzewelle in diesem Sommer, die auch nicht an den Niederlanden vorbeigegangen ist, dringende Reparaturen. Hinzu kommen notwendige Verbesserungen an Ventilatoren in diversen Autobahntunneln und bereits vorhandene Großbaustellen zur Erweiterung von Streckenabschnitten. Dabei sind nicht nur Urlauber betroffen, die in Richtung Nordsee fahren, sondern auch die Zufahrt nach Amsterdam, die unter vielen deutschen Wochenendurlaubern beliebt ist, wird vorläufig aus dem Verkehr gezogen.
Tausende deutsche Autofahrer täglich betroffen
Die A1 wird tagtäglich von tausenden deutschen Autofahrern genutzt, die meisten aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Betroffen von den Sperrungen sind der Streckenabschnitt zwischen Kootwijk und Apeldoorn-Zuid und die Ausfahrten in Hoenderloo. Der Verkehr wird dort zwischenzeitlich auf die A50, A12 und A30 umgeleitet und die Behörden warnen vor langen Staus und Wartezeiten, die Urlauber bei der Berechnung ihrer Fahrtzeit einkalkulieren sollten. Gleichzeitig macht die Rijkswaterstaat darauf aufmerksam, dass die alternativen Strecken auch für deutsche Urlauber gut ausgeschildert sind.