Behörden alarmiert: Hochgefährliches Virus auf Rekordniveau in deutschem Nachbarland

Die Behörden sind alarmiert – und das zu Recht: Die Zahl der Fälle eines tödlichen Virus hat in einem der engsten Nachbarländer Deutschlands Rekordniveau erreicht. Bislang ist Deutschland nahezu ungeschoren davongekommen, doch das könnte sich bald ändern, warnt das RKI.

Diese Woche kommt eine alarmierende Meldung aus Österreich: Eine hochgefährliche Tropenkrankheit wird dort jetzt durch einheimische Stechmücken verbreitet. Die gemeldeten Fälle sind so hoch wie nie zuvor – und die Dunkelziffer könnte noch höher sein.

Gefährliches Virus breitet sich in deutschen Nachbarländern aus
Manch einer wird es für absurd halten, sich bei dieser Kälte über Mücken Gedanken zu machen, aber der Frühling und wärmere Temperaturen sind nicht mehr weit, und dann könnte Deutschland eine äußerst böse Überraschung bevorstehen: In unseren Nachbarländern häufen sich die Fälle von West-Nil-Fieber in alarmierendem Tempo.

Allein im August letzten Jahres meldete Italien 57 neue Fälle von West-Nil-Fieber in einer einzigen Woche. Im Jahr 2025 waren es insgesamt 718 Fälle. Bis Oktober waren 49 Patienten gestorben. Ähnlich sieht es in Griechenland aus, wo bis Mitte September 83 Fälle gemeldet wurden, von denen sieben Menschen starben. In beiden Ländern gilt das Virus inzwischen als endemisch und wird durch die Culex-Mücke verbreitet, die in den warmen Monaten an feuchten Orten brütet. Auch in Frankreich sind die Fälle angestiegen. Nun warnt auch Österreich.

„Fest in Österreich etabliert“
Eine Langzeitstudie von Forschern des Zentrums für Virologie der Medizinischen Universität Wien hat ergeben, dass auch in Österreich die Fälle des West-Nil-Virus stark ansteigen. 37 Fälle wurden im Jahr 2024 bestätigt – so viele wie nie zuvor – und die Dunkelziffer dürfte noch viel höher liegen.

„Der deutliche Anstieg der Erkrankungsfälle zeigt, dass das West-Nil-Virus mittlerweile fest in Österreich etabliert ist“, so Judith Aberle, Professorin für Virusimmunologie an der Medizinischen Universität Wien und Leiterin der Studie. Hotspots für Fälle wurden in Wien, dem nördlichen Burgenland und Niederösterreich gemeldet. „Dass wir neue regionale Schwerpunkte beobachten, unterstreicht die Notwendigkeit, auch in bisher weniger betroffenen Gebieten wachsam zu sein“, erklärt Aberle.

Symptome des West-Nil-Virus
In etwa 20 Prozent der Fälle treten Symptome auf, die sich wie eine sehr unangenehme Grippe anfühlen: Hohes Fieber von über 39 Grad Celsius, starke Kopfschmerzen, starke Muskelschmerzen und Schwäche, Übelkeit, Durchfall und Erbrechen sowie ein Ausschlag auf Brust, Bauch oder Rücken sind häufig. Die Lymphknoten schwellen an, da das Immunsystem gegen die Infektion ankämpft. Die Symptome halten in der Regel nur wenige Tage an, obwohl viele Betroffene von starker Müdigkeit berichten, die wochenlang anhalten kann.

Was das West-Nil-Virus so gefährlich macht, ist die Tatsache, dass das Virus in etwa 1 % der Fälle das Nervensystem befällt. Die Folge sind Komplikationen wie Enzephalitis, Meningitis und Lähmungen, die tödlich enden können. Am häufigsten werden Menschen über 50 und Personen mit geschwächtem Immunsystem zu Opfern.

Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, Verdachtsfälle zu melden
In Deutschland sind bisher nur wenige Fälle aufgetreten, doch das könnte sich in den Sommermonaten ändern. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, bei Verdacht auf eine West-Nil-Virus-Infektion unbedingt ihren Arzt aufzusuchen.

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  • Blablabla blabla blabla bla ... Es ist nicht zum Aushalten, womit sie jetzt schon wieder aufstacheln! Unglaublich!

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Oskar Herbert