

Wie viel? Viele Autofahrer werden in den nächsten Wochen ein Schreiben erhalten, das ihnen den ganzen Tag verderben wird: Ein kleiner Fehler, der jedem passieren kann, wird jetzt unerwartet schmerzhaft teuer.
Jedes Jahr im Januar strömen Tausende deutsche Urlauber nach Österreich. Die wunderschöne Landschaft, erstklassige Skipisten und vor allem die relativ kurze Entfernung mit dem Auto machen das Alpenland zu einem unserer beliebtesten Winterurlaubsziele. Wer jedoch nach dem 1. Januar dieses Jahres dorthin fährt, könnte eine böse Überraschung erleben.
Teuer-Schock für Autofahrer
Der Grund dafür ist die Erhöhung der Mautgebühren: Diese sind schließlich auf fast allen österreichischen Autobahnen fällig, mit wenigen Ausnahmen. Es ist jedoch weniger die reguläre Mautgebühr, die gestiegen ist – hier gab es zwar eine Erhöhung, diese beträgt jedoch nur 3 Euro für eine Jahresvignette. Die Rede ist von dem Betrag, den diejenigen zahlen müssen, die einen Fehler machen und vergessen, eine Vignette zu kaufen. Während zuvor in einem solchen Fall 120 Euro fällig waren, ist diese Strafe nun auf 200 Euro erhöht worden.
300 Euro für Ersatzmaut
Noch höher ist die Strafe für diejenigen, die eine „Ersatzmaut“ entrichten müssen. Dies gilt in Fällen, in denen die Vignette nicht ordnungsgemäß an der Windschutzscheibe angebracht ist. Wie der österreichische Automobilclub ÖAMTC warnt, ist die Verwendung von speziellen Folien, Saugnäpfen oder Klebebändern, die dazu führen, dass die Vignette keinen vollständigen Kontakt mit der Scheibe hat, ebenso verboten wie die Anbringung hinter dem Sonnenstreifen. Bei online gekauften digitalen Vignetten kommt es häufig vor, dass sich bei der Eingabe des Kennzeichens ein Fehler – ein sogenannter Zahlendreher – einschleicht, warnt der ADAC. Für solche Verstöße beträgt die Strafe nun 200 Euro als Bußgeld vor Ort! Kann man diesen Betrag nicht sofort bezahlen, wird es noch schlimmer: Bei späterer Zahlung werden 300 Euro fällig.
Vorsicht: Betrüger haben es auf Autofahrer abgesehen
Das Schlimmste daran ist, dass Autofahrer nicht einmal einen der oben genannten Fehler begangen haben müssen, um dennoch mit einer hohen Geldstrafe belegt zu werden. Wie Verbraucherschützer und die Polizei warnen, werden zahlreiche Autofahrer, die online eine digitale Vignette kaufen, Opfer von Betrügern. Es gibt eine Reihe von Websites, die digitale Vignetten zum Kauf anbieten – einige versprechen verlockende Rabatte, viele sehen sehr überzeugend und authentisch aus, aber statt ein „Pickerl“ zu erhalten, verlieren die Käufer am Ende nur ihr Geld und müssen obendrein noch eine teure Geldstrafe zahlen.
Vignette wird 2027 vollständig digital
Es ist anzumerken, dass ab Februar 2027 die Aufklebervignette vollständig abgeschafft wird: Alle Vignetten für österreichische mautpflichtige Autobahnen werden digital. Um sich vor Betrügern zu schützen, sollten Verbraucher darauf achten, dass sie ihre Vignette nur bei autorisierten Verkäufern kaufen, wie zum Beispiel dem ADAC Mautportal. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob das von Ihnen gefahrene Fahrzeug über eine gültige Vignette verfügt, können Sie dies überprüfen, indem Sie das Kennzeichen auf der Gültigkeitsabfrage-Seite der Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG) eingeben.
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Es ist schon eigenartig das viele Länder um Deutschland herum Mout haben. Diese werden willkürlich erhöht oder es werden noch andere Schikanen eingeführt. Das ist alles rechtens seitens EU, nur wir Deutschen sind nicht in der Lage eine Mout auf die Beine zu bekommen.