Ausgerechnet an Ostern: Massiver Streik in Spanien

Mit den zunehmend heißeren Sommern im Süden Europas entscheiden sich viele Deutsche dafür, ihre Ferien auf Ostern oder den Herbst zu verlegen. Insbesondere diejenigen, die an Herz- und Kreislauferkrankungen leiden, vertragen die Hitze schlecht, und das mildere, aber sonnige Klima im Frühjahr bietet eine erholsame Abwechslung von dem launischen Wetter in Deutschland.

Millionen haben deshalb bereits ihren Urlaub in Spanien gebucht, aber dort wartet voraussichtlich eine böse Überraschung. Die spanischen Gewerkschaften für das Bodenpersonal an Flugplätzen haben gerade für die Stoßzeit an Ostern ausgewählt, um Streiks zu veranstalten. Fast alle spanischen Flughäfen sind betroffen. 

Alle Gewerkschaften beteiligt

Der ADAC hat jetzt eine Warnung für die Streiks veröffentlicht. Gemäß der Meldung sollen die ersten Aktionen bereits am kommenden Freitag beginnen. Dabei dreht es sich um Teilstreiks jeweils von 5 bis 7 Uhr, 11 bis 17 Uhr und 22 bis 24 Uhr, die montags, mittwochs und freitags auf unbestimmte Zeit fortgesetzt werden. Außerdem sind weitere Streiks ganztägig am 28. und 29. März und vom 2. bis 6. April (Ostermontag) angekündigt. Betroffen sind die Flughäfen in:

Alicante, Barcelona, Bilbao, Fuerteventura, Ibiza, Lanzarote, La Palma, Las Palmas de Gran Canaria, Madrid, Málaga, Palma de Mallorca, Murcia, Santiago de Compostela, Sevilla, Teneriffa Nord, Teneriffa Süd, Valencia und Zaragoza. 

Als Grund für die enormen Streikaktionen nennen die Gewerkschaften, dass die Flugplatzbetreiber eine vertraglich vereinbarte Gehaltserhöhung des Bodenpersonals nur teilweise ausgeführt haben. Eine Krisenverhandlung wurde für den 25. März angesetzt. Wenn diese ohne Resultat bleibt, werden die Streiks stattfinden. Alle Gewerkschaften für Bodenpersonal in Spanien beteiligen sich an den massiven Aktionen.

Auch auf deutscher Seite Probleme 

Neben den umfassenden Streikaktionen in Spanien könnte auch Deutschland von weitreichenden Streikaktionen im Flugverkehr an Ostern betroffen sein. Hierzulande sind es wieder einmal die Piloten, die sich über ihre Gehälter beschweren. Betroffen sind im ersten Umgang die Piloten der Lufthansa-Tochter Eurowings, die sich Ostern als Datum für ihre Streikaktion herausgesucht haben. Der Konflikt breitet sich aber gerade weiter aus und gemäß neuesten Meldungen der Gewerkschaft könnten auch Flüge der Muttergesellschaft Lufthansa und des regionalen Airliners Cityline von Streiks teilweise außer Gefecht gesetzt werden. Der ADAC empfiehlt deshalb, dass Reisende die Websites der betroffenen Fluggesellschaften und Flugplätze regelmäßig auf Aktualisierungen überprüfen.

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Alexander Grünstedt