Aufgebrachter Mob stürmt Hamburger Krankenhaus

Deutsche Krankenhäuser und ihr Pflegepersonal sind in zunehmendem Grad der Aggressivität und oft auch Übergriffen von Patienten und deren Angehörigen ausgesetzt. 73 Prozent der Krankenhäuser hierzulande haben im Laufe der letzten Jahre zum Teil schwerwiegende Angriffe auf das Personal erlebt. Die Ereignisse der letzten Nacht in Hamburg zeigen wieder einmal, wie ernsthaft die Lage ist. Nach einer Messerstecherei in einem Restaurant wurde das Krankenhaus, in das das Opfer untergebracht wurde und in dem es später verstarb, von der aufgebrachten Familie des Mannes regelrecht gestürmt. Ein riesiges Polizeiaufgebot war notwendig, um das Krankenhaus vor dem wütenden Mob zu schützen. 

Wieder in Wandsbek 

Der Vorfall begann in einem persischen Restaurant in Wandsbek im Hamburger Stadtteil Marienthal, der unlängst in den Medien Aufsehen erregte. Im gleichen Bezirk riss ein sudanesischer Einwanderer auf einem Bahnsteig im örtlichen S-Bahnhof eine junge Frau mit sich in den Tod auf den Gleisen. Gestern Abend gegen 21.30 Uhr kam es in dem Restaurant zu einem Streit, der in eine Messerstecherei ausartete. Dabei wurde der Restaurantbesitzer schwer verletzt und in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, wo er kurze Zeit später verstarb. In der Zwischenzeit fand sich eine unangemessen hohe Anzahl von Familienmitgliedern und Freunden im Krankenhaus ein, die Zugang zu dem Opfer verlangten. Um den weiteren Krankenhausbetrieb zu gewährleisten, wurden diese gebeten, das Gebäude zu verlassen. Daraufhin begannen die aufgeregten Angehörigen, zu randalieren.

Großes Polizeiaufgebot 

Rund 20 Streifenwagen fuhren danach zur Klinik und ein Großaufgebot von Polizisten riegelte das gesamte Krankenhaus ab. Dabei wurden mehrere der Randalierer festgenommen. Auch ein Kriseninterventionsteam musste einberufen werden, um die erregten Angehörigen zu beschwichtigen. In der Zwischenzeit ist der Messerstecher immer noch auf freiem Fuß und die Hamburger Polizei hat eine Großfahndung nach dem Täter eingeleitet, der sich in einem Fahrzeug auf der Flucht befindet. Eine Mordkommission ermittelt zu den Hintergründen für die Tat. 

Kommentare anzeigen

  • Hamburg will das so.
    Schnell eine Demo gegen Rechts. Ich habe gehört, die größte Gefahr in diesem Land geht von Rechts aus

  • Das sind die Früchte die ich dem Wogen-Gender versifften HH aus vollem Herzen Gönne. In diesem Fall bin ich kein Egoist.

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Alexander Grünstedt