Amtliche Reisewarnung für Kroatien

Die augenblickliche Krise in den Golfstaaten und die damit verbundenen katastrophalen Zustände für gestrandete Reisende haben in Deutschland zu einem Umdenken über die diesjährigen Reisepläne gezwungen. Hinzu kommen eine Reihe von aktualisierten Reisewarnungen, die einige der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen betreffen.

Sowohl die Türkei als auch Griechenland und die ägäischen Inseln stehen aufgrund der geografischen Nähe zum Nahen Osten in besonders großer Gefahr, ungewollt in den von Israel und dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump angezettelten Krieg hineingezogen zu werden. Die Deutschen sehen sich deshalb nach neuen Zielen um, und Kroatien steht ganz hoch auf der Liste derjenigen Länder, die sich in dieser Feriensaison auf einen Zustrom von deutschen Touristen einstellen kann. Jetzt warnt aber ein Nachbarland Kroatiens vor dem Urlaubsparadies. 

Spannungen auf dem Balkan 

Serbien hat gerade eine Reisewarnung für Kroatien herausgegeben und fordert seine Mitbürger dazu auf, die Grenzen zum Nachbarn nur im äußersten Notfall zu übertreten. In der Begründung für die Aktualisierung der Reisewarnung auf Alarmstufe Orange in Serbien werden eine ungünstige Sicherheitslage, zunehmende interne Spannungen sowie Vorfälle, bei denen serbische Bürger oder Menschen serbischer Herkunft gefährdet wurden, genannt. In Kroatien wehrt man sich vehement gegen die Vorwürfe und weist darauf hin, dass das Land als eines der sichersten Urlaubsziele in Südeuropa gilt. Das Auswärtige Amt in Berlin stimmt dem zu. Dort hat man sich nicht von der serbischen Warnung beeindrucken lassen und warnt lediglich davor, sich in kroatischen Ballungsgebieten vor Taschendieben zu schützen und die bei Fußballspielen entstehenden Krawalle zu umgehen.

Politisch motivierte Reisewarnung 

Amtliche Reisewarnungen werden in der Regel nicht nur in dem Land, in dem sie veröffentlicht werden, als schwerwiegend betrachtet. In vielen Fällen führen sie dazu, dass sich auch andere Länder den Begründungen anschließen. Dabei können Reisewarnungen nicht nur rufschädigend für das betroffene Land sein, sondern auch die Wirtschaft stark beeinträchtigen, wenn die Touristen ausbleiben. Reiseexperten gehen davon aus, dass Serbien die Reisewarnung veröffentlicht hat, um Kroatien zu schaden. Die serbische Reisewarnung kam zur gleichen Zeit, als deutsche und andere europäische Reiseveranstalter einen großen Anstieg in Ferienbuchungen für Kroatien bemerkt hatten. Viele Touristen, die normalerweise ihre Oster-, Sommer- oder Herbstferien in der Türkei oder Griechenland verbringen, haben sich aufgrund der unsicheren Lage dazu bestimmt, in diesem Jahr auf Kroatien auszuweichen. Die serbische Reisewarnung soll demnach nur dazu dienen, der Freude über die allgemeine Beliebtheit des Nachbarlandes einen gemeinen Dämpfer zu versetzen.

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  • Was für ein KRIEGSTREIBER der FREUND TRUMP! Ein Kopfgeld ist ja schon ausgelobt worden ,nun muss es umgesetzt werden! Unter den angezettelten Krieg von Trump müssen WIR wieder darunter leiden!

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Alexander Grünstedt