

Es ist nun über 15 Jahre her, dass WhatsApp erstmals in den App-Stores zum Download angeboten wurde. Von diesem ursprünglichen Messenger ist heute nur noch wenig übrig: WhatsApp hat sich im Laufe der Jahre so stark weiterentwickelt, dass es kaum noch als dieselbe App zu erkennen ist. Und nun stehen weitere Änderungen bevor.
2026 wird für WhatsApp ein Jahr großer Veränderungen: Benutzernamen sollen die Weitergabe der Telefonnummer überflüssig machen, In-App-Werbung wird eingeführt und strenge Kontrollen für Spam werden implementiert, um nur einige zu nennen. Nun wurden zwei weitere wichtige Änderungen angekündigt.
Zusätzlicher Passwortschutz für WhatsApp-Konten
WhatsApp-Nutzer werden bald die Möglichkeit haben, zusätzlich zur Zwei-Faktor-Authentifizierung ein Passwort festzulegen. Dies stellt dann einen zusätzlichen Schritt zum Schutz Ihres Kontos dar. Wie CHIP schreibt, muss das Passwort, das die Nutzer selbst wählen können, zwischen 6 und 20 Zeichen lang sein und mindestens einen Buchstaben und eine Zahl enthalten.
Nutzer, die das Passwort einrichten und sich in ihr Konto einloggen möchten, werden zunächst nach ihrem sechsstelligen PIN-Code gefragt. Ist dieser korrekt eingegeben, fragt die App nach dem Passwort.
WhatsApp erhält neue Chat-Funktionen
Zwei neue Chat-Funktionen sind in Arbeit. Bei der ersten handelt es sich um die Möglichkeit, Nachrichten zu planen: So können Sie beispielsweise Geburtstagsgrüße oder eine Hochzeitstagsnachricht schreiben und diese für einen bestimmten Tag planen. Oder eine Erinnerung für ein Meeting oder Anweisungen im Zusammenhang mit einer Veranstaltung, zum Beispiel.
Die Nachrichtenplanung hat viele Anwendungsmöglichkeiten und ist etwas, das sich viele Nutzer schon seit einiger Zeit wünschen. Geplante Nachrichten werden deutlich gekennzeichnet und können jederzeit vor dem Versand geändert oder gelöscht werden. Der Empfänger wird darüber nicht informiert. Die Nachrichtenplanung wird sowohl für Einzelchats als auch für Gruppenchats verfügbar sein.
Über die zweite Funktion sind noch nicht viele Details bekannt, außer dass es sich um eine „Spoiler“-Funktion handeln soll. Das heißt, der Empfänger sieht nicht sofort die gesamte Nachricht, sondern muss sich entscheiden, sie zu öffnen und zu lesen.
Eine weitere bevorstehende Änderung betrifft weniger eine Funktion als vielmehr eine Verbesserung: Die Suche nach Dokumenten, Bildern und Videos in Ihren Chats wird bald einfacher. Eine enorme Erleichterung, wie jeder bestätigen wird, der schon einmal nach einer vor längerer Zeit erhaltenen Datei gesucht hat.
Wann WhatsApp-Nutzer mit den Änderungen rechnen können
Bislang wurde noch kein Veröffentlichungsdatum für die neuen Funktionen genannt. Die Umstellung von Telefonnummern auf Benutzernamen soll bis Mitte des Jahres erfolgen, und einige Nutzer haben bereits die Auswirkungen der nun deutlich strengeren Spam-Kontrollen von WhatsApp zu spüren bekommen. In einigen Ländern werden den Nutzern auch bereits Werbeanzeigen angezeigt.
Für WhatsApp-Nutzer – von denen es in Deutschland rund 58 Millionen gibt – sind die ständigen Änderungen an der App Fluch und Segen zugleich. Viele schätzen die neuen Funktionen und die erhöhte Sicherheit, aber es kann schwierig sein, den Überblick über alle Funktionen zu behalten, die die App nun bieten soll. Eine gute Möglichkeit, sich über alle geplanten Änderungen auf dem Laufenden zu halten, ist es, ab und zu einen Blick in den Blog von WhatsApp zu werfen.