Beliebter deutscher Discounter verschwindet für immer

Es war einer dieser Läden, die einfach immer da sind, wenn man etwas braucht. Doch in diesem Fall leider nicht mehr: Wie nun bekannt wurde, verschwindet eine weitere langjährige deutsche Einzelhandelskette.

Alle Filialen schließen. Den Verbrauchern bleiben nur noch wenige Wochen, um im Ausverkauf Schnäppchen zu ergattern, bevor der bekannte Name aus allen Einkaufsstraßen verschwindet. Doch wie konnte es dazu kommen?

Beliebter deutscher Discounter vor dem Aus
Sicherlich sind Discounter gerade jetzt, wo immer mehr Verbraucher versuchen, ihr Budget zu strecken, beliebter denn je? Doch das scheint nur für den Lebensmittelhandel zu gelten: Aldi, Lidl & Co. sind beliebter denn je. In der Non-Food-Branche sieht es anders aus.

Konkurrenz durch die chinesischen Online-Giganten Shein und Temu, Kaufzurückhaltung der Verbraucher, höhere Energie- und Lohnkosten: Für einen weiteren deutschen Non-Food-Discounter ist die Herausforderung, zu überleben, zu groß geworden. Die Rede ist vom Groschen-Markt.

Groschen-Markt wurde 1993 gegründet und hat sich seitdem einen Namen für sein preisgünstiges Sortiment an Haushaltswaren, Tierbedarf, Werkzeuge und Gartenartikel gemacht. Das volle Ausmaß seiner Schwierigkeiten wurde erst im Dezember letzten Jahres bekannt, als die hinter der Discounterkette stehende DEC Handelsgesellschaft mbH Insolvenz anmeldete.

Discounter-Aus: Alle Filialen verschwinden
Diese Woche wurde bekannt, dass das Amtsgericht das Insolvenzverfahren für die angeschlagene Kette eröffnet hat. Leider besteht kaum noch Ungewissheit über das Schicksal ihrer 41 Filialen: Alle werden verschwinden. Und das, obwohl nicht nur ein, sondern gleich drei „namhafte Investoren“ aus dem Einzelhandel Interesse bekundet haben. Es stellt sich jedoch heraus, dass diese zwar den Großteil der Filialen übernehmen, dies aber unter ihrem eigenen Namen tun werden.

Für die Verbraucher ist das zumindest ein kleiner Trost – auch wenn ihr lokaler Groschen-Markt verschwindet, ist zumindest damit zu rechnen, dass ein anderes Geschäft eröffnet wird. Für etwa 10 Filialen besteht jedoch keine solche Gewissheit – es handelt sich um gemietete Standorte, d. h., wer die Räumlichkeiten übernehmen möchte, müsste einen neuen Vertrag mit dem Vermieter aushandeln.

Ein trauriges Ende für eine Kette, die seit nunmehr 33 Jahren existiert. In den kommenden Wochen können Verbraucher noch vom Ausverkauf profitieren, doch dann wird der Groschen-Markt für immer verschwinden.

Verbraucher müssen bangen: Galeria Karstadt Kaufhof in erneuten Schwierigkeiten
Auch einer der größten Namen im deutschen Einzelhandel steckt erneut in Schwierigkeiten: Wie nun bekannt wurde, müssen möglicherweise acht weitere Standorte der Galeria Karstadt Kaufhof schließen. Betroffen sind Berlin, Köln, München, Mannheim, Braunschweig und Aschaffenburg, wo aktuell über Mietverträge verhandelt wird.

Hintergrund für die erneuten Schwierigkeiten von Galeria sind hohe Mietkosten und ein sehr enttäuschendes Weihnachtsgeschäft 2025/2026 – die Umsätze lagen deutlich unter Plan, wie das Manager Magazin berichtet. Experten weisen darauf hin, dass es Galeria Karstadt Kaufhof an Liquidität und einem tragfähigen, langfristig profitablen Geschäftsmodell mangelt.

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Oskar Herbert