Alarm bei beliebter deutscher Automarke: Massen-Rückruf!

Ein Schock geht durch die Automobilwelt: Der Münchner Premiumhersteller BMW AG sieht sich gezwungen, weltweit Hunderttausende Fahrzeuge zurückzurufen – wegen akuter Brandgefahr. Was für viele Fahrer bislang nach einem fernen Risiko klang, ist nun bittere Realität. Mehr als 337.000 Autos müssen in die Werkstätten, allein zehntausende davon in Deutschland. Der Grund ist ein technischer Defekt, der im schlimmsten Fall Rauchentwicklung oder sogar ein Feuer im Cockpit auslösen kann – während der Fahrt oder beim Start des Motors.

Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamt betrifft der Rückruf Fahrzeuge aus den Baujahren ab Mitte 2022 bis Ende 2025. Im Zentrum des Problems steht ein fehlerhaft verlegter Kabelstrang im Bereich des Cockpits. Besonders brisant: Bei einem Mikrofilter-Service kann dieser Kabelbaum beschädigt werden. Wird die Isolierung verletzt, droht ein Kurzschluss – und damit im Extremfall ein Brand. Dass es bislang zu keinen bekannten Unfällen gekommen ist, mag beruhigen, doch Sicherheitsexperten warnen: Elektrische Defekte gehören zu den gefährlichsten Brandursachen in modernen Fahrzeugen.

Für viele Halter stellt sich nun die bange Frage, ob ihr Fahrzeug betroffen ist und wie groß das Risiko tatsächlich ist. BMW empfiehlt Besitzern dringend, einen Werkstatttermin zu vereinbaren – vor allem dann, wenn bereits ein Mikrofilterwechsel durchgeführt wurde. Fahrzeuge ohne entsprechenden Service sollen spätestens beim nächsten regulären Werkstattaufenthalt überprüft werden. Die Reparatur selbst gilt als technisch beherrschbar, doch der Imageschaden ist enorm.

Brisant ist zudem, dass es nicht der erste Rückruf dieser Art in jüngster Zeit ist. Bereits in den vergangenen Monaten musste der Konzern Fahrzeuge wegen möglicher Kurzschluss- und Überhitzungsgefahren zurückrufen. Für Verbraucher entsteht so ein beunruhigendes Bild: Hightech, komplexe Elektronik und immer dichtere Bauweise erhöhen offenbar die Anfälligkeit selbst kleinster Komponenten – mit potenziell dramatischen Folgen.

Für die betroffenen Fahrer heißt es jetzt: handeln statt abwarten. Ein Kabelbrand entwickelt sich oft schleichend, kann sich aber innerhalb von Sekunden zu einer gefährlichen Situation ausweiten. Wer ungewöhnlichen Geruch, Rauch oder Fehlermeldungen bemerkt, sollte das Fahrzeug umgehend sicher abstellen und den Pannendienst kontaktieren. Auch wenn bislang kein Personenschaden gemeldet wurde, zeigt der massive Rückruf, wie ernst die Lage eingeschätzt wird.

Der aktuelle Fall macht deutlich, wie verletzlich selbst etablierte Premiumhersteller in Zeiten hochkomplexer Fahrzeugtechnik sind. Für hunderttausende Autobesitzer bedeutet die Nachricht vor allem eines: Unsicherheit. Und die drängende Frage, ob das eigene Fahrzeug womöglich zur tickenden Zeitbombe geworden ist.

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Jerry Heiniken