Achtung: Gefahr für deutsche Autofahrer! Asphalt sprengt wegen Hitze auf

Deutschland erlebt derzeit eine außergewöhnliche Hitzewelle. Die Folgen sind inzwischen sogar auf den Straßen sichtbar. Während in den vergangenen Tagen vielerorts Temperaturen um die 40 Grad gemessen werden, kommen in einigen Regionen ausgerechnet Fahrzeuge zum Einsatz, die man sonst eher aus Schnee und Eis kennt: der Winterdienst.
Der Grund für die ungewöhnlichen Einsätze ist aufgeheizter Asphalt. Bei extremer Hitze kann das im Straßenbelag enthaltene Bitumen weich werden und an die Oberfläche treten. Fachleute sprechen dann von einer sogenannten „blutenden Decke“. Die Fahrbahn kann klebrig, rutschig und anfälliger für Verformungen werden – besonders dort, wo schwere Fahrzeuge unterwegs sind.

Im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen wird deshalb ein Winterdienstfahrzeug zweckentfremdet. Statt Sole oder Streugut verteilt es Wasser auf der Fahrbahn, um die Asphaltdecke abzukühlen. Der Test läuft tagsüber zwischen 8 und 18 Uhr und soll verhindern, dass sich die Straße weiter aufheizt oder beschädigt wird.
Auch andere Kommunen prüfen kreative Gegenmaßnahmen. In Lünen in Nordrhein-Westfalen wird ein Verfahren getestet, bei dem ein Salzlake-Gemisch aufgebracht werden soll. Dadurch soll der Fahrbahn Wärme entzogen und die Oberflächentemperatur gesenkt werden. Ziel ist es, aufgeweichten Asphalt zu stabilisieren, bevor größere Schäden entstehen.

Die Einsätze zeigen, wie stark die aktuelle Hitze die Infrastruktur belastet. Laut vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes wurde am Freitag in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt mit 41,5 Grad ein neuer Temperaturhöchstwert für Deutschland gemessen.

Für Autofahrer kann aufgeweichter Asphalt gefährlich werden. Wenn sich Spurrinnen bilden oder die Oberfläche schmiert, verlängern sich Bremswege, zudem steigt das Risiko für Schäden an Fahrzeugen und Fahrbahn. Behörden raten deshalb, Warnhinweise ernst zu nehmen, die Geschwindigkeit anzupassen und besonders auf Landstraßen vorsichtig zu fahren.
Was zunächst kurios klingt, könnte bei häufiger werdenden Extremtemperaturen künftig öfter zum Bild auf deutschen Straßen gehören. Der Winterdienst wird dann nicht mehr nur gegen Glätte gebraucht – sondern auch gegen die Folgen extremer Sommerhitze.

Leave a Reply

Your email address will not be published.

Social
Jerry Heiniken