

Die Welthungerhilfe hat die massive Verteuerung von Lebensmittel in Gaza beklagt und auf weitere schnelle Hilfslieferungen gedrängt. „Die Preise liegen in der Regel beim Acht- bis Zehnfachen dessen, was die Waren vor dem Krieg gekostet haben“, sagte Welthungerhilfe-Generalsekretär Mathias Mogge den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Donnerstagsausgaben) nach einem Besuch im Gazastreifen.
So kosteten Gurken mittlerweile vier US-Dollar statt zuvor 30 Cent, Tomaten fünf Dollar statt zuvor 50 Cent. Der Preis für Brot habe sich verdoppelt. Gleichzeitig hätten die meisten Menschen praktisch kein Einkommen mehr. „Viele sind deshalb komplett abhängig von Nahrungsmittelhilfe von außen“, sagte Mogge.
Mogge drängte auf weitere Hilfslieferungen, um die akute Not zu lindern. „Nahrungsmittel müssen bereitgestellt und die Wasser- und Sanitärversorgung verbessert werden“, sagte er.
Um die Menschen unabhängig von Hilfslieferungen zu machen, müsse die Wirtschaftslage in Gaza verbessert werden. „Dafür braucht es wirtschaftlichen Wiederaufbau und mehr lebenswichtige Güter, die in den Gazastreifen hineingelassen werden“, sagte Mogge.
dts Nachrichtenagentur
Foto: Mathias Mogge (Archiv), via dts Nachrichtenagentur