

Die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Hautkrebs in Deutschland hat sich innerhalb von 20 Jahren nahezu verdoppelt. 120.100 Menschen wurden 2024 mit der Diagnose Hautkrebs im Krankenhaus stationär behandelt – das waren 94,5 Prozent mehr Fälle als im Jahr 2004, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte. Damals wurden 61.700 Menschen wegen Hautkrebs stationär behandelt. Zum Vergleich: Die stationären Krankenhausbehandlungen insgesamt sind im selben Zeitraum um 4,1 Prozent gestiegen.
Zugenommen haben vor allem die Behandlungsfälle aufgrund des sogenannten hellen Hautkrebses. Sie haben sich binnen 20 Jahren mehr als verdoppelt (+117,0 Prozent): von 43.300 Fällen im Jahr 2004 auf 94.000 im Jahr 2024. Wegen des sogenannten schwarzen Hautkrebses gab es 2024 rund 26.100 stationäre Behandlungen und damit 41,7 Prozent mehr als 2004. Vor allem heller Hautkrebs steht in Verdacht, durch Sonnenlicht mitausgelöst zu werden.
Hautkrebs war bei 8,3 Prozent aller stationären Krebsbehandlungen im Jahr 2024 die Hauptdiagnose. Der Anteil der Hautkrebs- an allen Krebsbehandlungen hat sich binnen 20 Jahren mehr als verdoppelt: Im Jahr 2004 hatte er noch bei 4,0 Prozent gelegen. Männer sind häufiger betroffen als Frauen: Auf sie entfielen zuletzt 57,2 Prozent der stationären Behandlungen wegen Hautkrebs.
An Hautkrebs starben im Jahr 2024 rund 4.600 Menschen. Das waren 65,1 Prozent mehr als im Jahr 2004 mit 2.800 solcher Todesfälle. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum ist die Zahl der Todesfälle wegen Krebserkrankungen insgesamt um 10,1 Prozent gestiegen. Wie bei den meisten Krebserkrankungen sind auch bei Hautkrebs vor allem ältere Menschen betroffen: So war mehr als die Hälfte (52,9 Prozent) der 2024 an Hautkrebs Verstorbenen 80 Jahre oder älter.
dts Nachrichtenagentur
Foto: Krankenhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur