

Die verurteilte Linksextremistin Lina E. kommt vorzeitig frei. Wie der Bundesgerichtshof am Mittwoch mitteilte, wurde eine Beschwerde des Generalbundesanwalts zurückgewiesen und ein Beschluss des Oberlandesgerichts Dresden bestätigt.
E. war wegen linksextremistischer Gewalttaten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Sie soll Mitglied einer militant-linksextremistischen Gruppierung gewesen sein, die in Leipzig aktiv war. Die Gruppe hatte gewaltsame Angriffe auf Angehörige der rechtsextremen Szene durchgeführt. Bei diesen Angriffen wurden die Opfer häufig mit Schlagwerkzeugen schwer verletzt.
Zwei Drittel der Strafe sind unter Anrechnung vollzogener Untersuchungshaft mittlerweile verbüßt. Das OLG hatte nach Einholung eines psychologischen Gutachtens entschieden, dass Lina E. eine günstige Prognose für eine Legalbewährung in Freiheit habe. Die Vollstreckung des Strafrestes wurde deshalb zur Bewährung ausgesetzt. Der Bundesgerichtshof bestätigte diese Einschätzung. „Dies gilt insbesondere, weil sie sich von ihrer früheren Gewaltbereitschaft glaubhaft losgesagt, im Strafvollzug ordnungsgemäß geführt und eine tragfähige Zukunftsperspektive hat“, so die Karlsruher Richter (Beschluss vom 6. Mai 2026 – StB 24/26).
dts Nachrichtenagentur
Foto: Free-Lina-Schriftzug (Archiv), via dts Nachrichtenagentur