Amtliche Warnung: Akute „Gefahr für Leib und Leben“ in sechs Bundesländern

Der Deutsche Wetterdienst hat seine Prognosen drastisch verschärft. Es bestehen amtliche Unwetterwarnungen mit „Gefahr für Leib und Leben“ in mehreren Landkreisen in Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Baden-Württemberg, Bayern und im Saarland. Lesen Sie hier, welche Landkreise besonders gefährdet sind.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor schweren Gewittern mit intensivem Starkregen und Sturm. Es werden Niederschlagsmengen von bis zu 30 Litern pro Quadratmeter pro Stunde sowie Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h erwartet. Laut DWD besteht „Gefahr für Leib und Leben“ durch Blitzschläge, umherfliegende leichte Gegenstände und plötzliche Überflutungen von Straßen, Unterführungen und Kellern. Zudem sind Aquaplaning und Erdrutsche in vielen Gebieten möglich. Wer in einem der betroffenen Landkreise wohnt, sollte sich auf eine unruhige Nacht einstellen und unbedingt Lokalradio oder andere Notfall-Medien verfolgen.

Für folgende Landkreise besteht eine amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen:

Mecklenburg-Vorpommern:

  • Kreis Mecklenburgische Seenplatte – Nord
  • Kreis Mecklenburgische Seenplatte – West

Rheinland-Pfalz:

  • Kreis Trier-Saarburg und Stadt Trier

Saarland:

  • Kreis Merzig-Wadern
  • Kreis Saarlouis

Thüringen:

  • Saale-Holzland-Kreis
  • Ilm-Kreis
  • Kreis Saalfeld-Rudolstadt

Baden-Württemberg:

  • Kreis Konstanz
  • Schwarzwald-Baar-Kreis
  • Kreis Sigmaringen
  • Kreis Biberach
  • Alb-Donau-Kreis und Stadt Ulm
  • Kreis Reutlingen
  • Zollernalbkreis

Bayern:

  • Kreis Günzburg
  • Kreis Neu-Ulm
  • Kreis Kronach
  • Kreis Kulmbach

Im amtlichen Warnlagenbericht heißt es, dass in der Nacht zum Montag vor allem im Südwesten und Süden sowie in Teilen Ostdeutschlands weitere, teils kräftige Gewitter mit Starkregen zu erwarten sind. Insgesamt werde die Gewitterneigung im Verlauf der Nacht nachlassen. In einigen Fällen könne jedoch auch heftiger Starkregen über mehrere Stunden anhalten. Dazu kommen starke bis stürmische Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Stunde.

Bei sommerlichem Starkregen kann es zu lokalen Überflutungen und vollgelaufenen Kellern kommen, da das städtische Kanalsystem die Regenmengen vorübergehend nicht bewältigen kann. Je nach Dauer und Intensität des Regens können zunächst kleine Bäche und Flüsse, später auch größere Gewässer über die Ufer treten. Talsperren und Rückhaltebecken laufen voll und teilweise über, was zu Überschwemmungen führt. Das Ausmaß dieser Überschwemmungen wird nicht nur von den meteorologischen Bedingungen, sondern auch von menschlichen Eingriffen in die Natur beeinflusst, wie Flussbegradigungen oder der Bebauung von Auengebieten, die das Abfließen des Wassers beschleunigen. Besonders problematisch ist die Gefahr von Erdrutschen oder Murenabgängen bei heftigem Regen.

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Author
Sara Breitner