

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hält die Vorschläge der Rentenkommission für unausgewogen. „Wenn man sich alle Vorschläge der Rentenkommission anschaut, dann finde ich, gibt es insgesamt eine große Schieflage“, sagte Dröge den Sendern RTL und ntv.
Sie verwies auf fehlende Maßnahmen, die kurzfristig wirken würden. „Wir haben ja die Situation, dass die sogenannte Boomer-Generation in Rente geht und dass wir jetzt in den nächsten Jahren Antworten geben müssen und nicht erst 2090 Antworten geben müssen.“ Aus ihrer Sicht liege eine große Antwort bei zusätzlichen Fachkräften für den Arbeitsmarkt. „Und das hieße, dass Frauen, die auch mehr arbeiten wollen, gerade Frauen mit kleinen Kindern, dass die ein riesiges Potenzial sind, das dann auch die Beitragssätze stabilisieren würde. Und gleichzeitig Arbeitskräftezuwanderung aus dem Ausland.“
Das sei aber ein Thema, an das sich die Union nicht herantraue. Zusätzliche Beschäftigte würden erst mal in den nächsten Jahren die Rente stabilisieren. „Und diese Maßnahmen sind viel, viel wirkungsvoller.“
dts Nachrichtenagentur
Foto: Katharina Dröge (Archiv), via dts Nachrichtenagentur