Auswärtiges Amt verschärft Reisewarnungen für 14 Länder

Die Ferien in diesem Jahr werden für viele immer stressiger, bevor sie überhaupt begonnen haben. Erst kommen Meldungen, dass das Kerosin an deutschen Flughäfen aufgrund des laufenden Krieges gegen den Iran im Laufe des Sommers knapp werden könnte und zu weitreichenden Flugstreichungen führen wird. Jetzt kommt auch noch das Auswärtige Amt und verpasst einen Dämpfer auf die Urlaubsvorfreude. Dort hat man gerade die Reisewarnungen für 14 mehr oder weniger beliebte Urlaubsziele verschärft. Betroffen von der Entscheidung sind mehr als 1,3 Millionen Bundesbürger.

Naher Osten wird Sperrzone 

Zu den am stärksten von den verschärften Warnungen betroffenen Regionen gehören die arabischen Länder im Nahen Osten. Dort verbringen jedes Jahr beinahe 700 000 Touristen aus Deutschland ihre Ferien. Jetzt rät das Auswärtige Amt gänzlich von Reisen in die Region ab. In einer Stellungnahme heißt es, dass dort zwar eine Waffenruhe eingetreten ist, die Situation aber „höchst volatil“ bleibt. Dabei warnt das Amt auch vor Flügen, die in den herkömmlichen Drehkreuzen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VEA) oder in Katar Zwischenstopps einlegen. Nach den bitteren Erfahrungen von etwa 30 000 deutschen Touristen, die vom Beginn des Krieges im Februar im Nahen Osten überrascht wurden und sich wochenlang in einer Kriegszone aufhalten mussten, wollen die Behörden kein neues Risiko eingehen.  Jetzt rät das Amt kurzerhand von Reisen in den gesamten Nahen Osten ab. Dass damit auch Israel und der Iran inbegriffen sind, versteht sich von selbst. 

Treibstoffmangel erschwert Rückreise 

Weitere Reisewarnungen betreffen den augenblicklichen Kerosinmangel, der sich weltweit in unterschiedlichem Grad bemerkbar macht. Südafrika, das im Laufe der letzten Jahre trotz hoher Kriminalität immer beliebter als Urlaubsdestination unter den Deutschen geworden ist, meldet häufige Flugstornierungen aufgrund von Treibstoffengpässen. Damit kann eine Rückkehr nach Hause nicht immer zu dem Zeitpunkt gewährleistet werden, den man eigentlich eingeplant hat. Dasselbe gilt für die anderen beliebten afrikanischen Urlaubsziele Namibia und Kenia. Andere Reisewarnungen wurden verschärft für Aserbaidschan, Bolivien, Dominica, Grenada, Jamaika, St. Lucia und den Tschad, weil die augenblickliche politische Situation zu unsicher oder die Kriminalität erschreckend hoch ist.  

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Alexander Grünstedt