

Die deutschen Grenzgebiete werden zunehmend strenger überwacht, insbesondere um den Zustrom von Asylsuchenden zu unterbinden, die eigentlich in anderen Ländern bereits registriert sind oder dort registrierungspflichtig sind. Dabei haben der Grenzschutz und die Polizei es besonders auf die Schleuser abgesehen, die für viel Geld Menschen nach Deutschland schmuggeln. Im Laufe der letzten zwei Jahre wurden trotz des Schengen-Abkommens wieder Grenzkontrollen zu den europäischen Nachbarn eingeführt. Heute ereignete sich im Grenzgebiet zu Österreich eine besonders dramatische Aktion, dieses Mal aufgrund von Flüchtigen einer ganz anderen Art. Gemeinsam mit den Kollegen auf der anderen Seite der Grenze war man auf der Suche nach vermutlich schwer bewaffneten Verbrechern.
Möglicherweise schwer bewaffnet
Der Alarm ging los, nachdem Einbrecher im Raum Innsbruck in Österreich gegen 6 Uhr heute Morgen in ein Waffengeschäft eingedrungen waren. Dort zerschlugen sie mehrere Vitrinen, aber es ist bisher nicht bekannt, ob es ihnen gelungen war, Waffen und Munition zu entwenden, weil die Polizei relativ schnell vor Ort ankam. Die Verbrecher begaben sich danach auf die Flucht und erreichten über den Zirler Berg die Grenze zu Deutschland. In Bayern angekommen, verursachten die Einbrecher nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei einen Autounfall und setzten ihre wilde Flucht zu Fuß fort. Seither ist die deutsche Polizei in Alarmbereitschaft, denn man geht zurzeit davon aus, dass die Flüchtigen schwer bewaffnet sein könnten. Eine besondere Warnung wurde an die Bewohner des malerischen Luftkurorts Mittenwald herausgegeben.
Zugverspätungen und Warnung vor Anhaltern
In einer Mitteilung an die Bevölkerung macht die Polizei darauf aufmerksam, dass es zu Zugverspätungen oder gar Stornierungen von Abgängen kommen wird. Passagiere werden gebeten, auf andere Transportmittel umzusteigen. Hubschrauber kämmen zurzeit die Umgebung von Mittenwald ab und bewaffnete Polizisten prägen das Stadtbild. Zudem weisen die Behörden darauf hin, dass es zu vermehrten Kontrollen der Personalien kommen wird. Autofahrer werden aufgefordert, unter keinen Umständen Anhalter mitzunehmen. Wer etwas Verdächtiges wahrgenommen hat, wird gebeten, die umgehend die Polizei über den Notruf zu informieren, es aber zu unterlassen, die Verdächtigen anzusprechen.