Katastrophe unermesslichen Ausmaßes: Tanker explodiert vor beliebter europäischer Urlaubsinsel

Eine Katastrophe unermesslichen Ausmaßes wird befürchtet: Im Mittelmeer ist ein Tanker explodiert. Nur wenige Stunden entfernt: Eine von Millionen geliebte Urlaubsinsel.

Satellitenbilder zeigen das Ausmaß der Zerstörung: Ein 277 Meter langer Tanker treibt unkontrolliert mit einem riesigen Riss, der fast seine gesamte Seite durchzieht, während dichte Rauchwolken aus seinem Heck aufsteigen. Hier ist, was bisher über den Vorfall bekannt ist.

Tanker verschwand vom Radar
Bei dem betroffenen Schiff handelt es sich vermutlich um die „Arctic Metagaz“, einen Tanker der russischen Schattenflotte. Seine Ladung: sanktioniertes Flüssiggas (LNG). Sein Ziel: unbestätigt. Der Tanker wurde von Murmansk in Russland bis zu einer Position östlich von Malta verfolgt. Dort schaltete er sein automatisches Identifikationssystem aus, eine Praxis, die unter den Schiffen der Flotte üblich sein soll.

Das nächste Zeichen vom Tanker kam am späten Dienstagabend, als laut Euronews ein Notruf bei den maltesischen Streitkräften einging. Das Schiff wurde zwischen Malta und der libyschen Küste geortet.

Augenzeugen berichten von massiven Explosionen
Augenzeugen von einem Frachtschiff, das sich in derselben Gegend befand, berichten von mehreren heftigen Explosionen, gefolgt von einem riesigen Feuerball, der aus großer Entfernung am Horizont zu sehen war. Wie RTL berichtet, soll die Explosion des LNG-Druckbehälters die Ursache für den Riss im Rumpf gewesen sein.

Nach Angaben der libyschen Küstenwache sank der Tanker einige Zeit später in Gewässern 240 km nördlich der libyschen Hafenstadt Sirte, etwa 300 km südöstlich von Malta. Zunächst war unklar, was aus der Besatzung geworden war. Inzwischen haben die russischen Behörden bestätigt, dass die 30 Männer mit einem Rettungsboot fliehen konnten und lebend und wohlauf gefunden wurden.

Russland gibt der Ukraine die Schuld
Russland ist sich auch sicher, wer für den Vorfall verantwortlich ist: Nach Angaben des russischen Verkehrsministeriums wurden die Explosionen durch einen Angriff ukrainischer Seedrohnen ausgelöst, die das Schiff in Brand setzten. Diese sollen von einem libyschen Hafen aus operiert haben. Die Ukraine hat sich dazu bislang nicht geäußert.

Mittelmeer-Ziele in Gefahr
Die Sorge gilt nun der Gefahr für die Umwelt, die von dem havarierten Tanker ausgeht. Obwohl zu hoffen ist, dass der größte Teil seiner Ladung bei der Explosion verbrannt ist, dürfte das Schiff dennoch beträchtliche Mengen an Schweröl an Bord gehabt haben. Es wäre voll mit Treibstoff beladen gewesen, um sein Ziel mit möglichst wenigen Zwischenstopps zu erreichen – eine Katastrophe für die Umwelt. Das Wrack muss nun sorgfältig überwacht werden. Je nach Strömungsverhältnissen könnte dies eine ernsthafte Bedrohung für eine Reihe von Zielen im Mittelmeerraum darstellen, darunter auch Malta.

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Oskar Herbert