

Der amerikanische Präsident kann sich zwar immer noch nicht dazu entscheiden, ob er einen Schlag gegen das Mullah-Regime im Iran vornehmen will, aber vorsichtshalber hat er eine enorme Militärverlegung in den Nahen Osten vorgenommen. Dabei nutzen die Amerikaner nicht nur Stützpunkte im verbündeten Israel, sondern auch die Lieblingsregionen der Deutschen zur Urlaubszeit.
Gerade hat der größte amerikanische Flugzeugträger „USS Gerald R. Ford” auf Kreta angelegt, weil die wunderschöne Urlaubsinsel einen optimalen Abfahrtsort für einen möglichen Kriegseinsatz an der iranischen Grenze darstellt. Im umgekehrten Fall bedeutet aber gerade Nähe zum Nahen Osten eine Bedrohung für Griechen, Zyprioten und die Touristen, die sich in dem vermeintlichen Krisengebiet aufhalten.
Kriegsdrohungen aus dem Iran
Das Mullah-Regime hat bereits am vergangenen Donnerstag die Mitgliedsländer der EU als „terroristische Staaten“ eingestuft. Dabei wurden Griechenland und Zypern besonders hervorgehoben. Als mögliche Ziele für einen iranischen Angriff auf europäisches Territorium werden Gericht auf Kreta, ein britischer Stützpunkt in Akrotiri auf Zypern sowie ein Luftwaffenstützpunkt in Kalamata auf der Peloponnes-Halbinsel genannt. Auch andere Landesteile im Mittelmeer könnten sich in der Gefahrenzone für einen Angriff aus dem Iran befinden. In Griechenland ist man bereits im vollen Gang, die mögliche Reichweite von iranischen Langstreckenraketen zu berechnen, um herauszufinden, wie die einzelnen Gebiete geschützt werden können. Gleichzeitig machen die Griechen China große Vorwürfe, weil man davon ausgeht, dass die Koordinaten für die Angriffsziele von chinesischen Spionen an die Mullahs weitergegeben wurden.
Langwieriger Konflikt
Die Kriegsgefahr für den Mittelmeerraum wird besonders gravierend, wenn sich der geplante Einsatz der USA zu einem langwierigen Konflikt entwickeln sollte. Davor hat der amerikanische Top-General Dan Caine den Präsidenten gewarnt. Seiner Meinung nach ist die Situation besonders prekär, weil den Amerikanern die Zustimmung einiger der wichtigsten Verbündeten fehlt. Nicht nur haben die Nachbarstaaten des Iran, darunter Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, den Amerikanern verweigert, die Flughäfen für militärische Aktionen zu nutzen, auch die Briten wollen nicht mitspielen. Der britische Premier Keir Starmer hat gerade den Amerikanern militärische Aktionen von den strategisch wichtigen Chagos-Inseln aus untersagt. Durch diese erschwerten Bedingungen wäre das Leben der beteiligten amerikanischen Soldaten besonders gefährdet. Hinzu kommt, dass Länder wie offensichtlich Griechenland und Zypern, die die Amerikaner mit Stützpunkten weiterhelfen, die besondere Aufmerksamkeit der Mullahs auf sich ziehen. Trump bestreitet in seiner typischen Manier nicht nur die Warnungen des Top-Generals, sondern auch, dass diese überhaupt ausgesprochen wurden.