Viele Tote und Verletzte nach Lawinenwelle in den Alpen

Die Lawinenwelle in den Alpen setzt sich fort und auch an diesem Wochenende und gestern kam es zu mehreren tödlichen Vorfällen, bei denen Skifahrer von mehreren Tonnen Eis und Schnee begraben wurden und ihr Leben verloren. Am schlimmsten waren die Dolomiten im südlichen Alpengebiet in Italien betroffen. Dort kamen am vergangenen Wochenende innerhalb von wenigen Stunden vier Skifahrer in zwei Lawinenabgängen ums Leben. 

In der Nähe der Olympischen Spiele 

Der erste Notruf kam am Samstag nur wenige Kilometer von den Olympischen Anlagen in Trentino. Dort wurde eine Gruppe von vier Skifahrern nach einem Lawinenabgang vermisst. In den unmittelbar darauf erfolgenden Rettungsarbeiten konnten zwei Mitglieder der Gruppe mit leichten Verletzungen gerettet werden. Ein Skifahrer konnte nur noch tot geborgen werden, ein anderer wurde schwer verletzt aufgefunden und erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen.  

Lawinenverursacher angezeigt 

Kurz darauf kam es nur 25 Kilometer entfernt zu einem weiteren Todesfall, nachdem am Marmolata, dem höchsten Berg der Dolomiten, vier Freerider in eine Lawine gerieten. Einer der Beteiligten wurde dabei verschüttet und konnte trotz schnellem Rettungseinsatz seitens der Bergwacht und seiner Begleiter nur noch tot geborgen werden. An der italienischen Grenze zur Schweiz kam es zu einem weiteren tödlichen Lawinenabgang, bei dem zwei Skifahrer verstarben, während ein dritter immer noch im Krankenhaus mit dem Tode ringt. Ein weiterer Skifahrer in den Dolomiten, der durch seine Unachtsamkeit eine massive Lawine ausgelöst hatte und von dieser nur unter dramatischen und äußerst schwierigen Umständen gerettet werden konnte, muss sich bald vor Gericht für seine Fahrlässigkeit verantworten, nachdem die Bergwacht Anzeige gegen ihn erstattet hatte.

Lawinenwelle in französischen Alpen 

Auch über der Grenze in Frankreich kamen bis gestern zu insgesamt vier Todesopfern in mehreren Lawinen. Bereits am Samstag meldeten die Behörden in Gap im Département Hautes-Alpes eine „sehr große Lawine“, die eine Gruppe von Skifahrern begrub. Dabei kam ein Mensch ums Leben. Am Samstag kam es im gleichen Gebiet zu einer weiteren Lawine, die wiederum ein Menschenleben kostet. Auch gestern wurden im Gebiet von Grenoble zwei Skifahrer von Schneemassen begraben und konnten nur noch tot geborgen werden. Sowohl die italienischen als auch die französischen Bergwachten haben zuvor davor abgeraten, sich in den betroffenen Gebieten aufgrund von großer Lawinengefahr aufzuhalten. 

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Alexander Grünstedt