

Alle Augen sind auf den Iran gerichtet, aber in der Zwischenzeit bahnt sich eine Eskalation im Ukraine-Krieg an. Im Laufe der letzten Tage ist es den Ukrainern gelungen, weitere Ölterminale in Russland durch Drohnen, die weit ins russische Hinterland reichen, in Brand zu setzen. Der russische Präsident Wladimir Putin ist rasend, denn gerade jetzt mit den hohen Preisen für Öl hat er eine einmalige Chance, die leeren Kriegskassen wieder aufzufüllen. Jetzt kommt er mit konkreten Drohungen, den Krieg auszuweiten und auch NATO‑Gebiete einzubeziehen. Betroffen sind besonders die baltischen Länder. Putin beschuldigt diese, die ukrainischen Angriffe auf russische Ziele überhaupt erst zu ermöglichen.
Luftraum wird zum Zankapfel
Laut Putin kann die Ukraine nämlich nur das russische Hinterland erreichen, indem die Drohnen über den baltischen Luftraum passieren. Dies ist aber nur mit Zustimmung der jeweiligen Regierungen im Baltikum möglich. Putin betrachtet dies als eine Kriegserklärung und droht jetzt mit schwerwiegenden Maßnahmen gegen die baltischen Nachbarn, die auch gleichzeitig Mitgliedsländer des westlichen Verteidigungsbündnisses NATO sind. Auch die deutsche Bundeswehr hat ein großes Interesse, die Grenzen im Baltikum zu schützen, und schickt regelmäßig Soldaten und Kampfflugzeuge, die in den verbündeten Ländern zur Mangelware gehören.
Letzte Warnung aus Russland
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums drohte jetzt den baltischen Staaten offen in einer Meldung, die von der regierungsnahen russischen Nachrichtenagentur veröffentlicht wurde: „Diese Länder wurden angemessen gewarnt. Wenn die Regierungen dieser Länder Verstand besitzen, werden sie diese Warnung beherzigen. Wenn nicht, müssen sie mit den Konsequenzen rechnen.“ Die Regierungen in den baltischen Staaten weisen die Vorwürfe aufs Stärkste zurück und in Lettland wurde der russische Botschafter einberufen. Russland hingegen gab an, im Besitz von fotografischen Beweisen für die konkrete baltische Unterstützung zu sein. Besonders schlimm betroffen von ukrainischen Angriffen sind die Gebiete rund um die russische Millionenstadt St. Petersburg, die mehr als 1200 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt. Tatsächlich sind in den vergangenen Wochen mehrere ukrainische Drohnen auf baltischen und finnischen Gebieten abgestürzt. Diese sollen allerdings gemäß den ukrainischen Streitkräften vom Kurs abgekommen sein. Die Ukraine hat sich formell bei den betroffenen Ländern entschuldigt.
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Was seit ihr nur für Schmierfinken und Hetzer,das glaubt euch doch kein Mensch mehr.