

Während der Iran-Krieg tobt, ist Russland nicht müßig und nutzt die Gelegenheit, europäische Infrastrukturen auszuspionieren und gegebenenfalls sogar zu zerstören. Seit über einem Monat jagen britische Marinestreitkräfte gemeinsam mit Norwegen und anderen Nordseestaaten nach mehreren russischen U-Booten, die die europäischen Unterwasserkabel kartieren und unter Umständen sogar beschädigen. Auch der deutsche Verfassungsschutz hat eine höhere Anzahl von russischen Übergriffen auf die deutsche Infrastruktur festgestellt. Jetzt schickt das Amt eine dringende Warnung an Haushalte heraus, die individuelle Router für Broadband betreffen.
Russische Hacker in deutschen Handys und Rechnern
Laut dem Verfassungsschutz geht im Augenblick ein massiver Angriff der russischen Hackergruppe APT28, die sich gerne auch „Fancy Bears“ nennt, vor. Diese heimtückische Gruppe unterliegt dem russischen Geheimdienst GRU und kann bereits mit mehreren gelungenen Eingriffen in Deutschland angeben, darunter eine Attacke auf den Bundestag im Jahre 2015. Jetzt haben es die Hacker auf deutsche Mitbürger und Betriebe abgesehen. Mithilfe von herkömmlichen Routern dringen die Hacker in die Handys und Laptops ein, die mit den Routern verknüpft sind, um persönliche Daten, darunter auch Bankverbindungen und Kartendetails, zu ergattern. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Hackergruppe die betroffenen Geräte „lähmen“ könnte und nur unter Herausgabe eines Lösegelds wieder freigibt. Betroffen sind im ersten Umgang Haushalte und Firmen, die einen Router der Marke „TP-Link“ haben.
Verfassungsschutz identifiziert einige Router
Bisher ist es dem Verfassungsschutz gelungen, einige der deutschen Besitzer von den betroffenen Routern ausfindig zu machen. Um einen russischen Angriff auf die persönlichen Daten durch die Router zu verhindern, sollen Halter von TP-Links die folgenden Maßnahmen durchführen: