

Wladimir Putin ist faktisch schon seit dem Jahr 1999 (!) russischer Machthaber. Doch jetzt plötzlich scheint sich der Verbündete China auf die Zeit nach ihm einzustellen. Staatschef Xi Jinping soll sich bereits gezielt mit potenziellen Nachfolgern vernetzen.
Wladimir Putin sitzt faktisch seit Jahrzehnten fest im Kreml. In Peking bereitet man sich aber scheinbar schon auf einen Machtwechsel vor, wie das „Wall Street Journal“ erfahren haben will. Demnach baut Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping bewusst Kontakte zu russischen Politikern, Beamten und Eliten auf, die nach Putins Ausscheiden aus dem Amt relevant sein könnten.
Vorbildfunktion ist Vergangenheit
Ein weiteres Zeichen dafür, dass sich das Machtverhältnis zwischen den eigentlich verbündeten Autokraten über die Jahre massiv gewandelt hat. Während bei Xis erstem Besuch in Moskau im Jahr 2013 dieser Putin sogar als persönliches Vorbild bezeichnet haben soll, sieht es heute schon anders aus. Denn die vergangenen viereinhalb Jahre Ukraine-Krieg und die zahlreichen Sanktionen des Westens brachten Russland wirtschaftlich in eine immer stärkere Abhängigkeit von China.
Gaspipeline-Deal platzte
China ist der wichtigste Treiber der russischen Kriegswirtschaft, indem es russisches Öl kauft und wichtige Industriegüter liefert. Beim Besuch Putins im Mai wollte der Kremlchef unbedingt die Gaspipeline „Power of Siberia 2“ durchwinken, mit der er die verlorenen Gasexporte nach Europa ersetzen will. Xi stellte die Zustimmung jedoch nur in Aussicht, sofern Russland sein Gas quasi zum russischen Inlandspreis verkauft – für Moskau also ein miserabler Deal, der letztendlich nicht zustande kam.
Ungleiches Machtverhältnis
Die Wirtschaftszahlen sprechen ebenfalls Bände: Fast 40 Prozent des russischen Außenhandels entfallen heute auf China, wo rund ein Drittel der Exporterlöse erwirtschaftet werden. Russland macht dagegen weniger als vier Prozent des gesamten chinesischen Handels aus. Putin ist also deutlich mehr auf Xi angewiesen als umgekehrt.
Peking scheint seine neue Stärke längst strategisch auszuspielen. Laut dem „Wall Street Journal“ ist der Plan, den chinesischen Einfluss in Russland zu sichern – egal, ob Putin künftig im Kreml regiert oder nicht.
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Schön! Wann werden die Machtverhältnisse ,Machtwechsel in Deutschland vollzogen, geändert das ist von Interesse????